24.07.2021 >  Information zur Trinkwasserqualität

Seit ihrer Gründung im Dezember 2018 ist die aquaregio ag für die Primäranlagen der Wasserversorgung im grossräumigen Versorgungsgebiet um den Sempachersee und grossere Teile im Michelsamt zuständig, sprich für die Beschaffung, Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers an die lokalen Wasserversorgungen. Diese wiederum betreiben das Sekundärnetz, also die Feinverteilung an die Konsumenten.

 

Häufung von Magendarmerkrankungen im Raum Sempachersee

Gemäss Mitteilung des Kantons Luzern vom 22. Juli 2021 traten unüblich viele Magendarmerkrankungen auf. Gemäss dieser Mitteilung richtet die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz DILV das Augenmerk auf die Trinkwasserversorgung. In diesem Zusammenhang wurden die Wasserversorgungen Sursee, Sempach, Nottwil, Oberkirch, Schenkon, Eich, Beromünster, Gunzwil und Schwarzenbach explizit zur zusätzlichen Beprobung aufgefordert. Die Wasserversorgungen von Hildisrieden und Neudorf wurden davon ausgenommen.

 

Ausserordentliche Wasserbeprobung

Am Dienstag, 20. Juli 2021 wurden ausserhalb der quartalsweisen Gesamtbeprobung und den wöchentlichen und monatlichen Beprobungen an neuralgischen Stellen im Netz zusätzlich Proben auf Verunreinigungen mit Enterokokken und Escherichia coli geprüft. Bis heute 23. Juli 2021 um 17:00 Uhr lagen mit Ausnahme der Wasserversorgung der Korporation Beromünster (wo die Prüfung durch die DILV erfolgte) sämtliche Messresultate schriftlich vor. Alle vorliegenden Proben erfüllen die Anforderungen. Im gesamten Versorgungsgebiet wurde in einer einzigen Probe ein einziger Keim (1 KBE Enterokokken SLMB auf 100ml) gezählt. In allen anderen Proben (gemäss telefonischer Auskunft auch in der Probe beim DILV) waren keine Keime nachweisbar.

 

Keine Bedenken beim Trinkwasserkonsum

In den Städten Sursee und Sempach sowie in den Gemeinden Hildisrieden, Beromünster, Nottwil, Oberkirch, Schenkon und Eich kann das Trinkwasser ohne jegliche Bedenken oder Vorbehalt konsumiert werden.

 

Gefährdung der Trinkwasserqualität nach Starkregenereignissen

Nach Starkregenereignissen besteht ein Restrisiko, dass Oberflächenwasser zu direkt in Quellfassung fliessen kann. Diesem Restrisiko wird im Versorgungsgebiet von aquaregio ag entgegengetreten, in dem Quellen über entsprechende Schutzareale verfügen, technische Vorkehrungen getroffen wurden und Desinfektionsstufen eingebaut sind. Zu ergänzen bleibt, dass zurzeit die meisten Quellen pestizidbedingt sowieso im Verwurf (das heisst das Quellwasser wird direkt über den Überlauf abgeleitet) stehen. Bei Grundwasserbrunnen müsste eine Kontamination durch ein direktes Überschwemmen der Anlage (örtlich sichtbares Hochwasser) stattfinden. Betroffene Anlagen gehen sofort vom Netz, da unmittelbare Lebensgefahr durch Stromschläge bestehen würde. Auch die Trinkwassergewinnung im Seewasserwerk kann durch Starkregenereignisse nicht negativ beeinflusst werden. Auch hier wäre einzig eine Überflutung ein Grund zur sicherheitsbedingten Ausserbetriebnahme.

 

Entwarnung

Anhand der aktuellen Kenntnislage kann festgehalten werden, dass die aquaregio ag seit ihrer Gründung ihre Aktionäre jederzeit mit genügend und einwandfreiem Trinkwasser versorgen konnte. Wir bedauern, dass Sie, Ihre Abonnenten und die Bevölkerung durch die räumlich sehr ausgedehnte Meldung zur allfälligen Gesundheitsgefährdung beim Konsum von Trinkwasser verunsichert wurden. Es ist ein über Generationen erarbeitetes Vertrauen hergestellt worden, dass in der Schweiz zu jeder Zeit bedenkenlos Trinkwasser konsumiert werden kann. Die Mitarbeiter der aquaregio ag arbeiten täglich auf allen Stufen hart daran, dieses Vertrauen auch in unserer Region zu rechtfertigen und zu erhalten. Für diesen Einsatz während 24h am Tag und 365 Tage im Jahr danken wir an dieser Stelle allen unseren Brunnmeistern, Werkleitern und der gesamten Crew der aquaregio ag. Jeglicher Gefahr treten wir entschieden entgegen. Das gilt als Versprechen, dass auch in Zukunft das Trinkwasser direkt ab dem Wasserhahn bedenkenlos konsumieren werden kann.

Download
Resultat Schwarzenbach und Gunzwil
UFAG Testresultat Nr. 21-13799
21-13799_Schwarzenbach Gunzwil.pdf
Adobe Acrobat Dokument 135.6 KB
Download
Resultat Oberkirch
UFAG Testresultat Nr. 21-13970
21-13970_Oberkirch_2021.07.26.pdf
Adobe Acrobat Dokument 141.8 KB
Download
Resultat Oberkirch Nachprobe Haselrain
UFAG Testresultat Nr. 21-14165
21-14165_Oberkirch Haselrain_2021.07.26.
Adobe Acrobat Dokument 133.2 KB
Download
Resultat Nottwil
UFAG Testresultat Nr. 21-13971
21-13971_Nottwil_2021.07.26 def.pdf
Adobe Acrobat Dokument 139.4 KB
Download
Resultat Schenkon
UFAG Testresultat Nr. 21-13972
21-13972_Schenkon_2021.07.26.pdf
Adobe Acrobat Dokument 135.4 KB
Download
Resultat Sursee
UFAG Testresultat Nr. 21-13973
21-13973_Sursee_2021.07.26.pdf
Adobe Acrobat Dokument 139.7 KB
Download
Resultat Sempach Niederdruckzone
UFAG Testresultat Nr. 21-13974
21-13974_Sempach NZ_2021.07.26.pdf
Adobe Acrobat Dokument 133.3 KB
Download
Resultat Sempach Hochdruckzone
UFAG Testresultat Nr. 21-13975
21-13975_Sempach HZ_2021.07.26.pdf
Adobe Acrobat Dokument 139.5 KB
Download
Resultat Eich
UFAG Testresultat Nr. 21-13969
21-13969_Eich_2021.07.26.pdf
Adobe Acrobat Dokument 141.5 KB
Download
Resultat Beromünster
DILV Untersuchungsbericht K1107
DILV K1107_Korp. Bmünster_2021.07.26.pdf
Adobe Acrobat Dokument 256.5 KB

Was bewirkt aquaregio?


aquaregio wasser sursee-mittelland

Wasserbedarf steigt an

Der regionale Entwicklungsträger Sursee-Mittelland hat auf Basis des kantonalen Richtplans eine umfangreiche Studie zur Sicherheit unserer Trinkwasserversorgung durchgeführt. Fakt ist: Der Wasserbedarf steigt stetig an, auch bei kleinerem Pro-Kopf-Verbrauch. Gleichzeitig sind die eigenen Ressourcen in den sensiblen Gebieten rund um den Sempachersee beschränkt und die Reserven bei einer Gefahrenlage rasch erschöpft.

Versorgungssicherheit gewährleisten

Aus diesem Grund wurde zur Planung im Jahr 2016 die einfache Gesellschaft aquaregio gegründet, um Synergien zu finden und sich gegenseitig bestmöglich aushelfen zu können. Anhand der Planungsresultate beantragen 8 Gemeinden und ihre 11 Wasserversorgungen, den Verbund aquaregio umzusetzen. Die Fehlmenge von rund 25% des Spitzenbedarfs kann der Verbund zukünftig aus der Gemeinde Emmen beziehen. Ziel ist die optimale Vernetzung, um die Trink- und Brauchwasserversorgung für Generationen sicherzustellen.


Gemeinsam in die Zukunft investieren

Damit eine neu gegründete Aktiengesellschaft die Primäranlagen im Frühjahr 2019 übernehmen und die notwendigen Projekte umsetzen kann, braucht es in den jeweiligen Gemeinden die Zustimmung an der Urne, an Gemeindeversammlungen und in den Gremien der Wasserversorgungen.