16.03.2020 > Trinkwasser und das COVID-19


Drastische Massnahmen des Bundes und der Kantone, Hygieneregeln und korrektes Verhalt ist überall präsent. Doch wie verhält sich das Corona Virus im Trinkwasser?

 

Folgendes hält der SVGW dazu fest:

 

Die WHO beschreibt in einem «technischen Bericht» wie sich das neue Coronavirus COVID-19 im Wasser verhält. Das Wichtigste: es gibt bis heute keine Hinweise, dass COVID-19 über Trinkwasser weitergegeben werden kann. Schweizer Trinkwasser ist hygienisch von hervorragender Qualität und eignet sich auch während einer Pandemie zum Trinken. Auch gebe es keine Hinweise, dass das Virus über Abwassersysteme weitergegeben werde.

Auch das Deutsche Umweltbundesamt kommt zum Schluss, dass eine Übertragung von COVID-19 über Trinkwasser als unwahrscheinlich gilt. Wasser stelle keinen relevanten Übertragungsweg dar, heisst es.

 

COVID-19 wird hingegen hauptsächlich über Tröpfcheninfektion übertragen, wenn also jemand niest oder hustet. Auch kann das Virus durch Berühren der Schleimhäute (Mund, Nase, Augen etc.) weitergegeben werden, weshalb häufiges, richtiges Händewaschen und sich nicht ins Gesicht fassen sehr wichtig ist (siehe Hygienerichtlinien des BAG). An Händen alleine kann das Virus noch nichts ausrichten (keine Infektion über die gesunde Haut).

 

Versorgungssicherheit
Den Wasserversorgern steht ein Pandemieplan zur Verfügung, welcher sie anleitet, den Versorgungsbetrieb auch während einer Pandemie zu gewährleisten. Die Versorgungssicherheit in der Schweiz ist sehr hoch.

 

Zusammenfassend kann im Berich der Trinkwasserversorgung im Zusammenhang mit dem Corona Virus ENTWARNUNG gegeben werden.

 


Was bewirkt aquaregio?


aquaregio wasser sursee-mittelland

Wasserbedarf steigt an

Der regionale Entwicklungsträger Sursee-Mittelland hat auf Basis des kantonalen Richtplans eine umfangreiche Studie zur Sicherheit unserer Trinkwasserversorgung durchgeführt. Fakt ist: Der Wasserbedarf steigt stetig an, auch bei kleinerem Pro-Kopf-Verbrauch. Gleichzeitig sind die eigenen Ressourcen in den sensiblen Gebieten rund um den Sempachersee beschränkt und die Reserven bei einer Gefahrenlage rasch erschöpft.

Versorgungssicherheit gewährleisten

Aus diesem Grund wurde zur Planung im Jahr 2016 die einfache Gesellschaft aquaregio gegründet, um Synergien zu finden und sich gegenseitig bestmöglich aushelfen zu können. Anhand der Planungsresultate beantragen 8 Gemeinden und ihre 11 Wasserversorgungen, den Verbund aquaregio umzusetzen. Die Fehlmenge von rund 25% des Spitzenbedarfs kann der Verbund zukünftig aus der Gemeinde Emmen beziehen. Ziel ist die optimale Vernetzung, um die Trink- und Brauchwasserversorgung für Generationen sicherzustellen.


Gemeinsam in die Zukunft investieren

Damit eine neu gegründete Aktiengesellschaft die Primäranlagen im Frühjahr 2019 übernehmen und die notwendigen Projekte umsetzen kann, braucht es in den jeweiligen Gemeinden die Zustimmung an der Urne, an Gemeindeversammlungen und in den Gremien der Wasserversorgungen.