Projektstand

Grafik erstellt durch NLZ

Vernetzung innerhalb von aquaregio

Folgende vier Massnahmen aus dem verabschiedeten technischen Konzept des Regionalen Entwicklungsträgers RET Sursee-Mittelland aus dem Jahr 2015 erhöhen die Versorgungssicherheit sowie Abdeckung am Spitzentag im eigenen Perimeter:

 

1.  Schliessen offener Lücken im Verbindungsnetz zwischen den Partnerwasserversorgungen und Einbau von Messchächten an den Übergabestellen
Kosten ca. CHF 2'430’000.-

 

2.  Neue Verbindungsleitung (Seeleitung) zwischen den zwei Hauptwasserversorgern der Region, dem Seewasserwerk in Sempach und den Grundwasserwerken im Zellmoos in Sursee und Schenkon. 
Kosten ca. CHF 5'375'000.-

 

3.  Verbindungsleitung zwischen dem Wasserreservoir Hauacher (Schenkon + Sursee) zum Reservoir auf dem rund 800 Meter hoch gelegenen Blosenberg beim ehemaligen Landessender Beromünster. 
Kosten ca. CHF 3'300'000.-

 

4.  Erneuerung und Erweiterung Reservoir Blosenberg. Nach dem Ausbau soll es als höchstgelegenes Reservoir für das ganze Versorgungsgebiet von aquaregio als regionale Reserve bei Störfällen und für den Löschwasserbedarf dienen.
Kosten ca. CHF 3'100'000.-

 

5.  Investition ins Seewasserwerk Sempach für optimalen Betrieb im Regionalen Kontext.
Kosten ca. CHF 1'000'000.-

 

Mit diesen Massnahmen können zukünftig für rund ¾ der Abonnenten im Versorgungsgebiet von aquaregio die Versorgungssicherheit sowie Abdeckung am Spitzentag sichergestellt werden.


Erschliessen von Wasserdargeboten

Um gleichzeitig allen Abonnenten die uneingeschränkte Versorgungssicherheit sowie vollumfängliche Abdeckung am Spitzentag sicher zu stellt sieht das verabschiedeten technischen Konzept des Regionalen Entwicklungsträgers RET Sursee-Mittelland aus dem Jahr 2015 ein Wasserbezug von ausserhalb der Region ab einem autonomen Grundwasserträger vor. Ein entsprechender Wasserliefervertrag konnte mit der Gemeinde Emmen abgeschlossen werden. Der Vertrag sieht für aquaregio einen Trinkwasserbezug ab dem Reservoir Rippertschwand von durchschnittlich 900’000m3 pro Jahr und einen Spitzwert von 5’000m3 pro Tag vor. Die Mengen entsprechen etwa einem Viertel des in der Region verkauften Wassers. Dem Vertrag haben die Gesellschafter von aquaregio am 1. Mai 2018 sowie der Einwohnerrat der Gemeinde Emmen am 22. Mai 2018 einstimmig zugestimmt. Die Unterzeichnung erfolgt nach Ablauf aller Fristen. Um dieses vertraglich gesicherte Wasserdargebot zu erschliessen sind weitere Baumassnahmen nötig:

 

1.  Eine neue Verbindungsleitung vom Reservoir in Rippertschwand der Wasserversorgung Emmen zum Seewasserwerk in Sempach. Diese neue Transportleitung deckt den Bedarf am Spitzentag ab und garantiert die Verosrungssicherheit. Sie kann den Ausfall des grössten Wasserwerks z.B. des Seewasserwerks in Sempach (ev. geplant während der Bauzeit einer Gesamterneuerung oder eines Ersatzneubaus ohne aufwändige Provisorien) sicherstellen.
Kosten ca. CHF 6'000'000.-

 

2.  Optional kann im überregionalen Kontext ein Neubau eines Grundwasserwerks in Alberswil Burgrain und neue Verbindungsleitung bis nach Sursee in Betracht gezogen werden. Dieser Ausbauschritt ist zur Abdeckung des Spitzentags und zur Gewährung der Versorgungssicherheit nach erfolgtem Anschuss in Emmen nicht nötig und somit in der Planung von aquaregio aktuell nicht berücksichtigt.